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20.03.2018

Sich selbst vertikal entwickeln...

Spätestens, wenn man in Kontakt mit der integralen Theorie und den darin enthaltenen Ideen von Ebenen und somit Entwicklung gekommen ist, beschäftigt man sich irgendwie damit.

Ob man es ablehnt, willkommen heißt, sich daran reibt oder sich begeistert auf den Weg macht, es lässt einen selten ohne Reaktion zurück. 

Ich möchte mir hier mal eine sehr zentrale Entwicklungslinie herausgreifen: Die Entwicklungslinie der Ich-Entwicklung. Die Ich-Entwicklung bestimmt ja quasi, wie wir mit allem was außerhalb und innerhalb von uns auftaucht umgehen. Ein paar weiterführende Informationen zu dieser Entwicklungslinie sind in diesem Blogbeitrag zu finden. Die folgenden Aussagen beziehen sich auf Ich-Entwicklung, aus meiner Sicht die Königsdisziplin der Entwicklungslinien. Die Königsdisziplin aus meiner Sicht, weil wir direkt mit unserem Kern arbeiten. Übrigens lassen sich einige der folgenden Aussagen auch auf andere Linien übertragen.

Wenn wir uns vertikal entwickeln wollen, geht es bei der Ich-Entwicklung ja vor allem um die Subjekt-Objekt – Verschiebung. Subjekt ist all das, was ich bin, aber noch nicht sehen kann. Meine mir nicht bewussten Gefühle, Gedanken, Weltsichten, Bedeutungsbildungsmuster und dergleichen mehr. Objekt ist in diesem Zusammenhang all das, was ich sehen kann, worüber ich bereits reflektieren und wovon ich mich auch distanzieren kann.

Ich muss also einen Zugang zu Aspekten meines Ichs bekommen, genauer gesagt meiner Ich-Struktur, zu denen ich noch keinen richtigen Zugang habe, die ich noch nicht vollumfänglich sehen kann. Das ist eine große Herausforderung. Und es ist ohne einen entsprechenden Begleiter fast unmöglich. Denn wie soll ich auf die Idee kommen, etwas in den Blick zu nehmen, was ich noch nicht kenne, womöglich noch nicht mal weiß, was das ist. Geschweige denn, dass ich wüsste, wie genau ich das in den Blick nehmen dann ganz operativ durchführen sollte.

Darüber hinaus ist die vertikale Entwicklung keine Frage von Entscheidung, dann handeln, dann Ergebnis erreichen. Ich muss mich selbst in den Blick nehmen und das ist ein langwieriger Prozess, in dem ich mir das Achten auf bestimmte Aspekte zum Bestandteil meines Alltags machen muss. Es muss Teil meiner Praxis werden. Und es muss ein passendes Spannungsfeld aus Interesse, Motivation und Erreichbarkeit des Entwicklungsaspekts geben.

Was ist das Fazit?

Es ist möglich. Und es kann sogar Spaß machen. Es ist eine Frage des Einwebens von Entwicklung in meine tägliche Praxis.

Und es ist eine Frage der passenden Unterstützung. Wenn man sich sehr gezielt entwickeln möchte, ist ein in Ich-Entwicklung gut ausgebildeter Begleiter, der idealerweise auch auf einer späteren oder zumindest der gleichen Stufe steht wie ich, aus meiner Sicht fast unerlässlich.

Wenn ich eher unspezifisch meine Entwicklung vorantreiben möchte, ist das Gestalten der Kontexte, das Suchen der richtigen Gruppen, die ausreichend fremdartig sind, aber so nah, dass ich noch andocken kann eine gute Möglichkeit. Ob diese Gruppen kollegiale Gruppen sind, Ausbildungsgruppen oder private Netzwerke ist dabei nicht so ganz relevant. Es ist aber hilfreich, wenn alle in der Gruppe auch wirklich eine entwicklungsorientierte Perspektive einnehmen.

Und? Interesse oder Lust bekommen? Dann mal ganz konkret überlegen: Was ist der nächste Schritt, der möglich ist?

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